12.04.2018

Vortrag "Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten"

Friedensaktivist Jürgen Grässlin fordert Stopp des Waffenhandels - Am Samstagnachmittag, 14. April, im Haus der Ev. Kirche in Aachen

(Grafik: © Maryam Aliakbari)

Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Aufgrund der Abschottungspolitik Europas haben vergleichsweise wenige von ihnen eine Chance, in Deutschland oder anderen europäischen Staaten Zuflucht zu finden. Abertausende von Menschen sind bisher beim Versuch ertrunken, Europa über das Mittelmeer zu erreichen. Deutschland trägt massiv Mitverantwortung an der Massenflucht. Ganz legal – mit Genehmigung der Bundesregierung und den nachgeordneten Kontrollbehörden – rüsten deutsche Waffenschmieden seit Jahren Scheindemokraten und Diktatoren hoch und stabilisieren sie an der Macht.

"Die Grenzen müssen geöffnet werden für Menschen und geschlossen werden für Waffen"

In seinem Vortrag am Samstag, 14. April, um 15 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche, Frère-Roger-Straße 8-10, 52062 Aachen, geht der Referent Dr. h.c. Jürgen Grässlin, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler den entscheidenden Fragen auf den Grund:

  • Welche deutschen Waffen gelangen auf welchem Weg – legal wie illegal – in Krisen- und Kriegsgebiete in Asien, Afrika und Lateinamerika?
  • Inwiefern trägt der Einsatz dieser Kriegswaffen zu Menschenrechtsverletzungen in den Empfängerländern bei und fördert somit die Flucht von Millionen Menschen?
  • Welche Unternehmen verdienen am Geschäft mit dem Tod, und wer sind die Täter dieser skrupellosen Politik?
  • Was können wir als Einzelpersonen und im Rahmen der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ tun, um unseren Teil zu einer friedlicheren und gerechteren Welt beizutragen?

Der Buchautor und Vorsitzende des RüstungsInformationsBüros (RIB e. V.) zeigt konkrete Handlungsoptionen auf und fordert: Die Grenzen müssen geöffnet werden für Menschen und geschlossen werden für Waffen. Der Sprecher der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ skizziert die Wege deutscher Waffen in Krisen- und Kriegsgebiete, weist auf ihren Anteil an Menschenrechtsverletzungen hin und nennt Namen der Unternehmen, die daran verdienen.

Leitung: Jürgen Groneberg, Ev. Erwachsenenbildungswerk des Kirchenkreises Aachen 

Eintritt frei, Spenden erwünscht

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