Betrachtungen und Überlegungen zur Wirkung und zur Dynamik der Corona-Pandemie und zum Umgang damit, persönlich , körperlich-seelisch wie gesellschaftlich-politisch Vortrag, Gespräch

27.02.2021 09:30 - 11:30

Veranstalter: Evangelische Stadtakademie Aachen

Ansprechpartner/-in: Gunhild Großmann

Ort: online via Zoom

Gebühren: 20 €

Anmeldung simone.glup@ekir.de

° Betrachtung der traumatisierenden Krisenauslösung , körperlich wie seelisch

° Der "unsichtbare , allgegenwärtige Feind" : willkürlich sich verbreitende Epidemische Infektion durch das Covid 19 Virus ist unbegreiflich und kaum steuerbar . Wir sind ihm ausgeliefert! Das berührt und weckt die allertiefsten und uns zutiefst verunsichernden seelischen Strukturen in uns allen, wenn auch sehr unterschiedlich intensiv. Die Menschen, die ihre Stabilität aus einem tiefen , reflektierten Zugang zu ihrem Innersten haben , scheinen weniger radikal in bodenlos scheinende Regression abzurutschen und weniger anfällig für diffuse Panikreaktionen.

° Querdenker und Verschwörungstheoretiker, warum haben die in solchen Zeiten von Bedrohung und Verunsicherung besonderen Zulauf und Konjunktur?

° Warum läßt uns rationale Aufklärung, deren wir vielleicht glauben, habhaft zu sein , so im Stich in dieser scheinbar unbeherrschbaren Dynamik und diffusen Bedrohung ?

° Wieso geht auch sicher geglaubter , sonst tragfähiger und vertrauter sozialer Kontakt verloren in dieser Krise? (Isolation und Selbstisolation)

° Simplifizierungen verbreiten sich schneller als der Virus?

° In der Komplexizität und Unüberschaubarkeit der Krise wird besonders nach einfachen, einleuchtenden Erklärungen gesucht , die oft eher magischen Charakter haben . Woher rührt die Skepsis vor dem entwickelten Impfstoff ?

° Angst kann zu höchsten Leistungen stimulieren, wie auch lähmen. Wie können wir das verstehen und damit umgehen?

° Neben der universellen Angstabwehr läßt sich eine deutliche Zunahme von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit erkennen , wie Antisemitismus, Antiislamismus, Fremdenfeindlichkeit oder einseitige Schuldzuweisungen etc..

° Gleichzeitig läßt Frustrationstoleranz auf der gesellschaftlichen Ebene auffällig nach .

° Die Alten , besonders die in Pflegeheimen untergebrachten sind die , die in jeder Hinsicht am meisten in der Krise zu Opfern werden. Was sagt uns das?

° Was nach der Impfung und nach der Krise? Läßt sich der entstandene gesellschaftliche Zerfall, das entstandene Misstrauen im persönlichen, wie im Zwischenmenschlichen Beziehungserleben reparieren und wie?

Ort: Online Veranstaltung über Zoom

Referent: Dr. med. Berthold Viertmann, Facharzt für psychosomatische und psychotherapeutische Medizin.