In Kooperation der ESA mit der VHS Aachen
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stand die westliche Kultur weitgehend im Zeichen der Postmoderne. Ihr politisches Credo: persönliche Freiheiten, Vielfalt der Lebensentwürfe, ein friedliches Miteinander der Staaten. Kulturkämpfe sollten der Vergangenheit angehören. Das 21. Jahrhundert brachte einen doppelten Bruch mit diesem Denken, unter den Vorzeichen von Trauma und Traum, durch Ereignisse, die beide in den USA verortet sind. Der Terror des 11.9.2001 signalisierte: Liberalität ist nicht auf dem Weg zum Weltmodell, sie hat entschiedene Gegner. Deren Bedeutung ist durch anti-westliche Großmächte wie China, Russland, dem ‚globalen Süden’ inzwischen zu einer hyperkritischen Masse angewachsen. Zugleich entstand in den USA mit der ‚Digitalen Revolution’ ein neuer Pionier-Geist. Eine Hightech-Avantgarde um die Einwanderer Peter Thiel und Elon Musk bildet in politischer Allianz mit dem US-Präsidenten Donald Trump und seinem Vize JD Vance die Spitze
der ‚libertären Bewegung’. Wie stellt sich diese Bewegung den ‚Neuen Westen’ und mit ihm die Zukunft der Menschheit vor? Weshalb hat sie autokratische Züge und verachtet postmodernes Denken, das doch selbst eine Zeitgestalt des Westens ist? Könnte sich das geschichtlich anders als die USA geprägte Europa als Bewahrerin von Elementen der Postmoderne auch für die westliche Welt von morgen profilieren? Frag-Würdiges wie dieses gilt es zu erörtern.
21.03.2026 und 22.03.2026
Samstag, 11.00-13.00 Uhr | 14.00-18.00 Uhr
Sonntag, 10.30-13.00 Uhr | 14.00-16.00 Uhr
Ort: Volkshochschule Aachen, Raum 214 Peterstraße 21-25, 52062 Aachen
Leitung und Referent: Dr. Uwe Beyer
Entgelt: 52,00 Euro
Anmeldungen werden erbeten nur bei der VHS
unter Marita.Muenchs@mail.aachen.de
Telefon: 0241 4792-126
Info: VHS Aachen